Mexiko trifft auf Advent

Mit dem Kinderwallholz, das andere war nicht auffindbar und ja Wallholz schreibt sich laut Duden tatsächlich mit zwei LL, die Schweizer ticken doch anders,  haben wir die Mais-Tortillas ausgerollt und anschließend in Öl ausgebacken und herzhaft gefüllt. Ab in den Ofen und parallel an die Nachspeise. Jetzt wurde es dann doch noch adventlich: Ein Weihnachtstiramisu im 1-2-3 Schichtverfahren. 

Da blieb mehr Zeit für den Tages- oder doch gleich den Jahresrückblick.

 

Haselnusskuchen

Zutaten

  • 125g ganze Haselnüsse, geschält
  • 100g Butter
  • 125g Zucker
  • 4 große Eier
  • 2 EL Mehl
  • 125g Ricotta
  • 2 TL Zitronenschale
  • 6 EL Aprikosen Konfitüre
  • 25g Zartbitterschokolade

Backofen auf 200°C vorheizen. Haselnüsse im Ofen leicht bräunlich rösten, dann klein hacken.

Eier trennen. Weiche Butter, die ½ Zuckermenge und die Eigelbe verquirlen. Mehl unterrühren.

In einer separaten Schüssel – Ricotta auflockern, gehackte Nüsse und die Zitronenschale zugeben und vermischen. Ricotta-Nuss-Zitrone-Mischung   unter die Butter-Zucker-Eigelb-Mehl-Mischung heben.

Eiweiße mit dem restlichen Zucker steifschlagen. Und allem unterheben.

In einer gefetteten Springform (25cm.) ca. 30 min backen. Abkühlen lassen. Aprikosenkonfitüre mit einem EL Wasser verdünnen und auf dem kalten Kuchen verteilen. Schokolade über den Kuchen reiben.

Der Süden lässt grüßen

Erneut ein italienischer Abend im Hinterhaus. Geprägt von wenigen Zutaten, die frisch verarbeitetet wurden.

Vorspeise Salat aus Ochsherztomaten (siehe Struktur), Büffelmozzarella (zerfällt leicht), frischem Basilikum und gutem Olivenöl (aus Sizilien, Weinladen in der Wiehre).

Antipasti: Ziegenfrischkäse auf Aubergine (beim anbraten nicht am Olivenöl sparen) und frischem Baguette.

Pasta: Spaghetti mit zweierlei selbstgemachtem Pesto.
grün: viel frischer Basilikum, Pinienkerne, Meersal, Parmesan

Dolce: crema fritta an Sauerkirsch-Rotweinsauce
Das Rezept würde den Rahmen hier sprengen, aber es lohnt sich. Bei Interesse einfach kommentieren, ich schicke es zu.

 

Cantuccini

Cantuccini (selbst gemacht)
Zutaten

  • 280 g Mehl
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 150 g Zucker
  • 2 Eier plus 2 Eigelb
  • 100 g ungeschälte, grob gehackte Mandeln
  • 50 g gemahlene Mandeln

Mehl mit dem Backpulver sieben. Alle Zutaten (außer einem 1 Eigelb) hinzufügen und zu einem Teig verkneten. Den Teig in 4 gleich große Stücke teilen und ausrollen (2,5 bis 3 cm Durchmesser). Die Teigrollen mit dem übrigen Eigelb bestreichen und anschließend für ca. 20 Minuten im vorgeheizten Ofen backen (185 Grad, Ober/Unterhitze).
Die goldgelben Rollen aus dem Ofen nehmen und kurz abkühlen lassen. So lange sie noch warm sind in gut ein Zentimeter dicke Scheiben schneiden.
Damit die Cantuccini ihre typische Konsistenz bekommen, nochmals für ca. 5 Minuten in den Ofen schieben. Fertig.
Trocken und kühl aufbewahrt halten sie problemlos 4-6 Wochen frisch.

Vanillegrieß brûlé

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Unseren Vanillegrieß brûlé haben wir in Anlehnung an Tim Mälzers „Grießflammeri brûlée“ gemacht:

Zutaten

  • 500 ml Milch
  • 80g Weizengrieß
  • 2 Eier
  • Salz
  • 4 EL Zucker
  • Vanilleschote
  • 4 EL brauner Zucker zum flambieren
  • Kirschen

Zubereitung

  1. Die Milch mit dem Zucker und dem Vanillemark zum Kochen bringen
  2. Unterdessen die Eier trennen und das Eiweiß mit dem Salz schaumig schlagen
  3. den Grieß in die Milch bei mäßiger Hitze einrühren und dicklich einkochen (nicht zu fest werden lassen, es soll kein Ess-Beton werden!)
  4. die zwei Eigelb zügig in den Brei einrühren und vom Herd nehmen
  5. den Eisschnee unterheben, damit alles schön locker ist
  6. in 4 ofenfeste Portionsschälchen füllen und mit dem braunen Zucker bestreuen
  7. den braunen Zucker mit einem Bunsenbrenner flambieren. Wer keinen Bunsenbrenner zur Hand hat, kann das auch prima im Backofen auf der obersten Schiene und der Grillfunktion machen (bitte im Auge behalten, sonst wird alles schwarz)
  8. bei uns gab es dazu Kirschen in Kirschwasser, aber es passt fast jedes andere Beerenobst dazu: heiße Himbeeren, Pflaumen, Erdbeeren…

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Vanille-Zitronen-Soufflé

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  • 1 Vanilleschote
  • 1/4 l Milch
  • 1 unbehandelte Zitrone
  • 2 EL weiche Butter
  • 3 frische Eier
  • 2 frische Eiweiß
  • 100g Zucker
  • 30g Mehl
  • 40 ml Orangenliör
  • Puderzucker zum Bestäuben

Vanilleschote der Länge nach öffnen und das Mark herausschaben. Die Milch mit der  Vanilleschote und dem Mark erhitzen und 15 Minuten ziehen lassen.

Zitronen heiß waschen, abtrocknen. Schale dünn abreiben. Eine Souffléform mit der Butter ausstreichen. Den Backofen auf 220° vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß beiseite stellen.

Die Eigelbe in einem Topf mit 70g Zucker schaumig rühren, das Mehl untermischen. Die Vanilleschote aus der Milch nehmen, die Milch gründlich unter die Eigelbcreme rühren. Bei schwacher Hitze, unter ständigem Rühren erhitzen, bis sie dickflüssig wird. Nicht Kochen! Das Eigelb darf nicht gerinnen! Die Zitronenschale und den Orangenlikör untermischen.

Die Eiweiße mit den beiden zusätzlichen Eiweißen zu steifem Schnee schlagen. Den restlichen Zucker zugeben und weiterschlagen bis der Eischnee schön glänzt. Die Hälfte davon unter die Creme rühren, den Rest unterheben.

Den Ofen auf 200° herunterschalten. Die Sofflémasse in die Form füllen und sofort im heißen Ofen 18-20 Minuten backen, bis sie schön aufgegangen ist. Mit Puderzucker bestäuben und servieren.

Mousse au Chocolat

DSC_6382Ohne Ei, ohne Schnickschack. Einfach lecker.

Nur zwei Zutaten, der Rest ist Timing:

  • 350 g Schokolade (200 g braun, 150 g edelbitter);
  • 500 ml. frische Sahne

Zubereitung

  • 50 g Schokolade grob raspeln
  • Sahne fast steif schlagen (fast bedeutet = fällt nicht mehr vom Löffel, ist aber auch nicht so steif wie klassische Sahne beim Kuchen essen; alles klar?)
  • parallel 300 g Schokolade im Wasserbad schmelzen und anschließend unter die Sahne heben, ebenso die Schokoraspeln
  • mind. 2,5 Stunden kaltstellen; notfalls kürzer in der Gefriere

Crêpes, klassisch oder mit Grand Marnier

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Für den Crêpes-Teig (Nachtisch für 4-5 Personen)

  • 450 ml Milch
  • 4 Eier (mittlere Größe)
  • 250 g Mehl
  • 1 Prise Salz
  • 1 Esslöffel Zucker (bei der süßen Variante)
  • 1 Esslöffel flüssige Butter

Zutaten mischen. Ich gehe dabei in der Reihenfolge der Aufzählung vor. Das Mehl nach und nach einrühren, um Klumpenbildung zu vermeiden. Neben etwas flüssiger Butter macht sich ein Schluck Grand Marnier  im Teig ebenfalls sehr gut.

Da ich noch immer keine Original-Crêpes-Platte besitze, sind wir sehr erfolgreich auf die elektronische (beschichtete Platte ausgewichen). Hin und wieder mit etwas Küchenpapier die Platte einfetten.

Zur Füllung gab es bei uns wahlweise selbstgemachte Mirabellen-Zimt-Marmelade (Rezept folgt im Sommer) oder die klassische Variante mit Zimt und Zucker.